Finanzierungs-Tipps

Gesamtkosten des Vorhabens sorgfältig kalkulieren.
Die Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grund­buchkosten, ggf. Maklercourtage, Kosten für Modernisierung, Grund­stückserschließung, Umzugskosten etc. summieren sich schnell zu einigen Tausend Euro. Hier gilt es, sorgfältig zu planen, um eine Nachfinanzierung zu vermeiden.

 Auf kompetente, persönliche Beratung setzen.
Wer auf Qualität in der Beratung und im Produktangebot setzt und nicht nur Zinssätze vergleicht, profitiert meist auf lange Sicht.

 Ausreichend Eigenkapital ein­planen.
Je mehr Eigenkapital, desto besser. Rund 20 bis 30 % Eigenkapital sollten bei der Finanzierung berücksichtigt werden. Die Nebenkosten in Höhe von rd. 14 % (inkl. Maklercourtage) sind grundsätzlich aus eigenen Mitteln zu zahlen.

Sondertilgungen vereinbaren.
Regelmäßige Sondertilgungen reduzieren die Laufzeit des Darlehens – und damit auch den Betrag der insgesamt zu zahlenden Zinsen. Wer Sondertilgungen optional vereinbart, bleibt außerdem flexibel.

 Fördermittel berücksichtigen.
Die KfW-Förderbank unterstützt Erwerber und Modernisierer mit zinsgünstigen Krediten und Investitionszuschüssen. Mehr Informa­tionen unter www.kfw-foerderbank.de. Die Kredite werden über die Hausbank des Kunden beantragt.

 Mehrere Angebote einholen und vergleichen.
Gerade bei langfristigen Finanzierungen lohnt sich oftmals ein Vergleich mehrerer Angebote. Um jedoch nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ist es wichtig, die wesentlichen Parameter gegen­überzustellen: Effektivzinssatz, monatliche Kreditrate, Restschuld nach Ablauf der Zinsbindung, Gesamtbetrag der zu zahlenden Zinsen.

Höhere Tilgung wählen – vor allem bei niedrigem Zins­niveau.
Je höher der Tilgungssatz, desto schneller ist das Darlehen zurück­gezahlt. Empfehlung: mindestens 2 % Tilgung. Im Vergleich zu einer 1%igen Tilgung verkürzt sich die Laufzeit für ein Darlehen in Höhe von 100.000 EUR um mehr als 13 Jahre.

 Lange Zinsbindung wählen – Zinsänderungsrisiko ab­sichern.
Wer sich das niedrige Zinsniveau langfristig sichert, hat ein feste Planungsgrundlage für die kommenden Jahre. Wer parallel noch einen Bausparvertrag anspart für die Restschuld nach Ablauf der ersten Zinsbindung, sichert sich so einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit.

Gesamtbelastung muss dauerhaft tragbar sein.

Die monatliche Rate sollte weder zu niedrig noch zu hoch angesetzt werden. Daher gilt es, Einnahmen und Ausgaben sorgfältig zu prüfen und eine „Wohlfühlrate” zu ermitteln, die auch längerfristig zum Kunden „passt”. Insgesamt sollten aber maximal 30 bis 40 % der monatlichen Einnahmen für die eigene Immobilie eingeplant werden.

Risiken gut absichern.
Wer eine Immobilie finanzieren will, sollte darauf achten, dass die Familie/der Partner gut abgesichert ist – z. B. durch eine Risiko- oder Kapitallebensversicherung. Hausratversicherung, Wohngebäude­versicherung sowie die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflicht­versicherung sorgen außerdem für einen optimalen Schutz der eigenen vier Wände.

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